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© Julo Drescowitz

Julo Drescowitz

Julo Drescowitz, Autor. Geboren 1991 in Schweinfurt, nordbayerisches Industriezentrum.

Titel

Krachkultur 24/2025

Die Drombuschs, die Simpsons, die Feuersteins oder doch lieber die Addams Family. Eine schrecklich nette Familie hat fast jeder. Was auch immer grad gesellschaftlich anerkannt ist, um das Konstrukt Familie zu definieren. Großfamilie, Ein-Eltern-Familie, Patchwork- oder Regenbogenfamilie. Irgendwas umgibt uns zwanghaft, zur Not als quälendes Abwesendes. Manch einer muss ihr entfliehen, ein anderer findet in ihr Geborgenheit. Kalt lässt sie niemanden. Laut Kurt Tucholsky ist »die Sehnsucht des Menschengeschlechtes nach dem Paradiese (...) hauptsächlich als der glühende Wunsch aufzufassen, einmal, nur ein einziges Mal friedlich ohne Familie dahinleben zu dürfen«. Die neue KRACHKULTUR widmet sich der Frage, was die Familie eigentlich ist. Alle Facetten dieses Kunststücks oder Ärgernisses werden mittels Prosa (in der Überzahl), Lyrik (seltener) oder Essay (noch seltener) beleuchtet.

»›Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.‹ Der berühmte Satz, mit dem Leo Tolstoi seinen Roman ›Anna Karenina‹ beginnen lässt, wird in diesem Band der KRACHKULTUR zwar nicht zitiert. Aber er schwingt mit. Zum Beispiel in einem Text von Julo Drescowitz, der die unterdrückte Wut auf einen launenhaften Vater verarbeitet.«
Süddeutsche Zeitung, Antje Weber